Nachhaltigkeit

"Nachhaltigkeit" ist ein vielfältig genutzter Begriff; hier wird er in einem engeren, international heute üblichen Sinn verwendet.

Eine originäre Definition von "Nachhaltigkeit" (engl.: sustainability) stammt von der Enquete-Kommission des Deutschen Bundestages „Schutz des Menschen und der Umwelt“:
„Nachhaltigkeit ist die Konzeption einer dauerhaft zukunftsfähigen Entwicklung der ökonomischen, ökologischen und sozialen Dimension menschlicher Existenz. Diese drei Säulen der Nachhaltigkeit stehen miteinander in Wechselwirkung und bedürfen langfristig einer ausgewogenen Koordination.“

Unter diesen drei Säulen der Nachhaltigkeit werden konkret verstanden:

Ökologische Nachhaltigkeit:
Sie orientiert sich am stärksten am ursprünglichen Gedanken, keinen Raubbau an der Natur zu betreiben. Ökologisch nachhaltig ist eine Lebensweise, die die natürlichen Lebensgrundlagen nur in dem Maße beansprucht, wie diese sich regenerieren.
Ökonomische Nachhaltigkeit:
Eine Gesellschaft soll wirtschaftlich nicht über ihre Verhältnisse leben, da dies zwangsläufig zu Einbußen bei den nachkommenden Generationen führen kann. Allgemein gilt eine Wirtschaftsweise dann als nachhaltig, wenn sie dauerhaft betrieben werden kann.
Soziale Nachhaltigkeit:
Ein Staat oder eine Gesellschaft sollte so organisiert sein, dass sich die sozialen Spannungen in Grenzen halten und Konflikte nicht eskalieren, sondern auf friedlichem Wege ausgetragen werden können.

 

Aktuell ist eine vierte Säule in der Diskussion:

Kulturelle Nachhaltigkeit
Die Diskussion zielt auf die Bewahrung und Entwicklung unserer Kultur (in Bildung, Erziehung, Literatur, Kunst, Musik, Sport etc.). Alle potentiellen Sponsoren sind aufgerufen, nicht zuzulassen, dass z. B. Schulen und kommunale Einrichtungen wie Büchereien, Schwimmbäder, Sportplätze, Kinderspielplätze, Theater, Musikschulen, Orchester wegen fehlender Mittel geschlossen werden müssen. 

Vor allem Kinder sollen auch künftig gleiche Chancen auf die Teilnahme an Kultur haben, unabhängig von Wohnort und sozialer Herkunft. 

Unternehmen sollten aus Eigeninteresse daran mitwirken, dass die kulturelle Infrastruktur zumindest erhalten bleibt, handelt es sich hier doch um immer wichtiger werdende Standortfaktoren, mit denen auf einem enger werdenden Arbeitsmarkt qualifizierte Führungs- und Fachkräfte angeworben und gehalten werden können.

Siehe auch:

Lexikon

Bezug zu QET-Richtlinien:

60 QET Kriterien

Literaturempfehlung:

Kompetenz-Tipp: