Wirtschaftskriminalität

Darunter fallen im Unternehmen vor allem Diebstahl, Unterschlagung, Untreue, Bestechlichkeit, Betrug, missbräuchliche Datenweitergabe an Externe.

Gerade beim Datendiebstahl denken Firmenchefs meist an Hacker und Spione von außen; dabei sind Mitarbeiter aus den eigenen Reihen oft viel gefährlicher. Moderne Technik ermöglicht neue Methoden des Daten- und Know how-Diebstahls, z.B. über E-Mail, USB-Stick, PDA, Fotohandy, DVD und CD. Know how-Verluste durch Weitergabe von betriebsinternen Daten gehören zu den größten Risiken für Unternehmen.

Häufig tritt bei diesen Wirtschaftsdelikten eine Mischform von Industriespionage, Veruntreuung und Diebstahl von Daten auf. Gegen Angriffe von außen werden Firewalls und Antiviren-Software eingesetzt, gegen Angriffe von innen helfen diese Maßnahmen kaum.

Laut Studie einer Prüfungsgesellschaft wird die Gefahr wirtschaftskrimineller Aktivitäten vor allem in kleinen und mittleren Unternehmen stark unterschätzt. Vor allem bei vom Eigentümer geführten Unternehmen fehlt häufig das Risikobewusstsein. Laut dieser Studie war ca. die Hälfte aller deutschen Unternehmen Opfer einer Wirtschaftsstraftat. Die Dunkelziffer wird sogar auf 80% geschätzt, denn viele Unternehmen verheimlichen solche Vorgänge, meist aus Angst vor Imageschäden.

Siehe auch:

UnternehmensleitbildKMUKorruptionDatenschutzVerhaltenskodex

Bezug zu QET-Richtlinien:

E01 WirtschaftsethikE02 Vertrauen

Literaturempfehlung:

Kompetenz-Tipp: